Bitte zwei bis drei Menschen, deinen Prototyp einmal durchzuspielen, während sie laut denken. Höre auf Emotionen, nicht nur auf Vorschläge. Frage nach Momenten der Unsicherheit, Langeweile und Begeisterung. Notiere, wo Entscheidungen unklar wirken oder Überraschungen zu früh kommen. Erkläre kurz dein Ziel und bitte um radikale Ehrlichkeit. Diese erste Runde ist verletzlich, aber unbezahlbar. Sie rettet Wochen und verfeinert deinen Kern, bevor du in aufwendige Erweiterungen investierst, die später schwer zu korrigieren wären.
Erstelle ein kurzes Formular mit wenigen, präzisen Fragen zu Verständnis, Tempo, Emotionalität und Wiederbespielbarkeit. Ergänze eine freie Antwortmöglichkeit für unerwartete Einsichten. Bitte Testende, konkrete Stellen zu nennen, an denen sie fast ausgestiegen wären. Mit klaren Skalen erkennst du Muster über mehrere Durchläufe. Verlinke das Formular direkt am Ende deines Prototyps, damit der Weg minimal ist. So verwandelst du flüchtige Eindrücke in verwertbare Daten, die Entscheidungen erleichtern und Diskussionen entemotionalisieren.
Arbeite in klaren Zyklen: Hypothese, Änderung, Test, Auswertung. Nimm pro Runde nur wenige Anpassungen vor, damit Ursachen erkennbar bleiben. Feiere, wenn du streichst, nicht nur, wenn du hinzufügst. Erzählerische Schärfe entsteht oft durch Reduktion. Kommuniziere Changelogs, damit Unterstützerinnen Entwicklung nachvollziehen und gezielt erneut testen. Wer diese Disziplin pflegt, baut Selbstvertrauen auf, weil Fortschritt messbar wird. So entsteht ein belastbarer Prozess, der aus einer Idee verlässlich ein überzeugendes Spielerlebnis formt.
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